Reisebericht von Sabine Rittler

lieber heini!
ich hab dir versprochen, dir nach meiner rückkehr aus tansania eine rückmeldung über die walking-safari zu geben. wir 5 teilnehmerInnen waren uns ziemlich einig, daher trau ich mich auch, ein bisserl in ihrem namen zu schreiben:

die idee der walking-safari ist wirklich gut, die strecke abwechslungsreich und von den etappen ok, die wasserfälle als abschluss sind ein traum, ein echter höhepunkt. wir haben viel informationen über das leben der massai und die natur bekommen, in erster linie von emanuel, aber auch von den anderen begleitern und den menschen, zu denen wir unterwegs kontakt hatten. emanuel ist ein guter und geeigneter führer, unsere gruppe hat außerdem wirklich gut zusammengepasst.

wir haben unter der federführung von christian einige punkte zusammengetragen, die aus unserer sicht die sache noch weiter verbessern würden: von gesammelten FAQs für interessenten über einen anderen reisenamen (“walking safari” wird bei uns eher mit einer tier-safari assoziiert) zu dornentauglichen unterlagsmatten ... ich geh davon aus, dass sich christian bei dir melden und alles im detail besprechen wird.

wir hatten in masusu einen interessanten abend mit den dortigen lehrern und haben auch einiges über deren probleme mit der wasserversorgung und finanzierung diverser projekte erfahren. bei unserem abmarsch bekamen wir dann 2 briefe in die hand gedrückt: einen für uns (“second group”) und einen für dich und deine gruppe (“first group”). der unsrige war ein bittbrief für die finanzielle unterstützung, ich hab ihn an dieses mail angehängt. vermutlich ist euer brief gleichlautend, er ist auf dem postweg zu dir unterwegs. wir haben eingehend darüber diskutiert, auch mit emanuel. er sieht nur die fertigstellung der küche als sinnvoll an, wassertanks ohne wasser machen keinen sinn und für die schulbänke sah er auch keinen so dringenden handlungsbedarf. wir waren der meinung, wenn etwas gespendet wird, dann müsste das ganze in form eines “kontrollierten hilfsprojektes” erfolgen. was sagst du dazu? claude war sich nicht sicher, ob allenfalls eine finanzierung über das watschinger-projekt möglich wäre.

ich hab nach der walking-safari eine wanderung nach kenia zu maria schiestl gemacht und war von ihr und ihrem engagement total begeistert - vor allem ihre idee zu den women empowerment workshops find ich einfach toll.

in summe war die reise für mich eine totale bereicherung, ein blick in eine andere welt, der vieles hier relativiert.

ich möchte dir noch anbieten, dass du bei bedarf meine e-mail-adresse an interessenten weitergibst, die sich über die walking-safari informieren möchten.

ich wünsch dir alles gute,
sabine rittler

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